Mias Wunsch auf tausend Tore

Fussballvergnügen für die ganze Familie: Das bietet der Family Corner der CSS. In mittlerweile vier Schweizer Stadien stehen reservierte Plätze ausschliesslich für Familien zur Verfügung.

«Mami, Mami, es regnet.» Etwas traurig steht der vierjährige Noe am Fenster und schaut auf die grauverhangene Landschaft. Regen. Ausgerechnet heute, wo Noe zusammen mit seiner Schwester Mia und den Eltern Coni und Sven Hofstetter das Spiel des Fussballclubs Luzern (FCL) gegen die Berner Young Boys auf der Luzerner Allmend besuchen werden. Die Hofstetters aus dem luzernischen Surental sind die offizielle FC-Luzern-Fanfamilie und damit Aushängeschild des CSS Family Corner in der Luzerner Swisspor-Arena.

Doch bald schon hellt sich die Miene des Kleinen auf. «Komm Noe», ruft seine Mama, «ich werde dich schminken.» Freudig hüpft Noe durch die Stube, und bald schon prangt ein blau-weisses Luzerner Wappen auf seiner Wange. «Das Schminken und ‹Tätowieren› mit den klebbaren FCL-Tattoos ist für Noe und Mia ein festes Ritual, bevor wir jeweils nach Luzern aufbrechen», sagt Coni. «Am liebsten würden sie sich den ganzen Kopf mit Tattoos vollkleben», lacht sie und lässt ihren Kleinen springen, um dann Tochter Mia blau-weiss zu verschönern. Aus einiger Distanz beobachtet Papa Sven die Schminkaktion. Er erinnert sich, wie er bereits als Bub beim kleinen FC Rothenburg Fussball gespielt und für den grossen FC Luzern «gefant» hat. «Ich durfte jeweils mit meinem Götti die Spiele in Luzern besuchen.» Und seither hat ihn das Fussballvirus nie mehr losgelassen. Das merkt auch seine Familie. «Sven macht vor einem Spiel immer die ganze Familie nervös und ist froh, wenn es endlich losgeht», lacht seine Frau – auch sie ehemalige Fussballerin.

Tausend Tore für den FCL

Als die Fan-Familie in Luzern angekommen ist, hat der Himmel aufgeklart. Voller Vorfreude laufen die beiden Kinder mit den Eltern Richtung Stadion. Übermütig schwingt Noe seine FCL-Fahne, während Mia mit ihrem Papa über das Resultat diskutiert: «Tausend zu Null wird der FCL gewinnen.» «Das ist gar nicht möglich», gibt Sven seiner Tochter zu verstehen. Doch diese bleibt dabei: «Tausend zu null.» «OK», gibt sich Papa geschlagen und versucht sich seinerseits beim Tippen. «Ein Zwei-zu-eins könnte heute drinliegen.» Allerdings sind die Young Boys derzeitiger Tabellenführer und wohl nicht einfach zu knacken. Vorsichtig tippt Coni deshalb auf ein Unentschieden: «Zwei-zwei.»

«Die beiden Löwen sind für unsere Kinder schlicht das Grösste. Kaum tauchen sie auf, sind die Kleinen nicht mehr zu halten.»

Coni und Sven Hofstetter

Eltern von Noe und Mia

Beim Stadion angekommen, beginnen Noes Augen zu leuchten. Er reisst sich von Mama los und rennt unvermittelt Richtung Eingang. «Siegfried und Leu», sagt seine Mama bloss und schmunzelt. Siegfried und Leu? «So heissen die beiden Maskottchen des FCL – zwei Löwen, die vor, während und nach den Spielen ihre Runden drehen.» Und das sehr zur Freude der Kinder im Stadion, vor allem von Noe und Mia. «Die beiden Löwen sind für unsere Kinder schlicht das Grösste. Kaum tauchen sie auf, sind die Kleinen nicht mehr zu halten.» So auch jetzt. Mia und Noe tanzen mit dem Löwenpaar im Takt zur Musik, die aus den Boxen im Stadion dröhnt. Papa Sven nimmt sein Handy hervor und hält die Situation fest.

Das Pommes-frites-Ritual

30 Minuten noch bis zum Spielbeginn. Das Stadion füllt sich. Höchste Zeit für das Stadionritual der Hofstetters. Papa Sven holt am Verpflegungsstand für die Kleinen je eine Portion Pommes und für die Grossen eine Bratwurst. «Gehört einfach dazu», sagt Sven und beisst genussvoll zu. Die Kinder rennen derweil zum Ketchup-Spender und pumpen eine üppige Portion der roten Sauce über ihre Fritten.

Im Family Corner der CSS herrscht stets eine tolle Atmosphäre – einfach auf eine etwas andere Art.»

Coni Hofstetter

Mutter von Noe und Mia

Nun aber rauf auf die Tribüne. Im Fanblock der Luzerner hissen die Anhänger unter lauten Fangesängen ein riesiges Transparent. «De Chnopf ufmache!», steht da in Anspielung auf die zuletzt nicht überzeugenden Resultate der Mannschaft. Vor noch nicht allzu langer Zeit besuchten auch Coni und Sven die FCL-Spiele im Fansektor. «Hühnerhautstimmung» herrsche dort, sagt Coni etwas wehmütig. «Aber auch im Family Corner der CSS herrscht stets eine tolle Atmosphäre – einfach auf eine etwas andere Art.»

«S’Nüni», sei sein Lieblingsspieler lässt sich der kleine Noe vernehmen – «Thomi Juric». Und dieser hat die erste Chance für den FC Luzern. «Komm, komm!», eifert Sven mit. Doch Juric vergibt die grosse Möglichkeit kläglich. Auf der Gegenseite hat Torhüter Jonas Omlin, der Lieblingsspieler von Mia, immer wieder die Möglichkeit, sich auszuzeichnen. Fasziniert verfolgt Mia die Paraden des Luzerner Goalies. Lange kann er seinen Kasten reinhalten. Doch dann die Ernüchterung: Kurz vor der Pause schiebt der YB-Spieler Sulejmani zum Führungstreffer ein. Unhaltbar für Omlin. «Oje», entfährt es Sven. «Das wird schwierig, den Match noch zu wenden.»

Pyros – «ei,ei,ei»

Seine Befürchtung scheint sich in der zweiten Halbzeit zu bewahrheiten: Je länger das Spiel dauert, desto schwerer tut sich der FCL, sich brauchbare Chancen zu erspielen. Die YB-Fans hingegen sind bereits in Feierlaune und beginnen, Pyros zu zünden. «Ei, ei, ei – das ist gefährlich», sagte Coni zu Noe. «Ei, ei, ei», wiederholt dieser leise und blickt fasziniert in die gleissend rot brennenden Fackeln. Während der Kleine noch den Rauchschwaden nachblickt, die sich unter dem Stadiondach verkriechen, ruft seine Schwester Mia plötzlich: «Penalty, Penalty!». «Mia, das ist ein Eckball und kein Penalty», erklärt Mama Coni. Nichts ist also mit der Ausgleichschance für den FC Luzern. Letztmals setzen die FCL-Anhänger im Fansektor zu einem Motivationsgesang an. «Schiess ein Go-o-o-o-ool», hallt es durch das Stadion. Doch der Wunsch wird nicht erhört. Nach vier Nachspielminuten ist Schluss. YB eins, Luzern null.

«Schiess ein Go-o-o-o-ool»

tönt es aus dem CSS Family Corner.

Enttäuscht verlassen Coni und Sven die Luzerner Allmend. Einmal mehr, ist es doch bereits das vierte Heimspiel in Folge ohne Sieg. Nur einer beginnt plötzlich zu strahlen: Noe hat die beiden FCL-Maskottchen Siegfried und Leu entdeckt. Schnurstracks rennt er zu den beiden hin und fasst Siegfried bei der Hand. Und nach wenigen Sekunden steht auch Mia zwischen den beiden Löwen. Wenigstens für die Kinder hat der Tag einen versöhnlichen Abschluss.

Vier Family Corner

In mittlerweile vier Schweizer Fussballstadien findet sich ein CSS Family Corner. Dank dem Engagement der CSS haben Familien die Möglichkeit, in einem eigens dafür reservierten Stadionsektor ein Fussballspiel zu geniessen und ihre Mannschaft anzufeuern. Spannung und Unterhaltung bietet die CSS in den vier Stadien mit Family Corner (Luzern, St. Gallen, Sion und Thun) auch mit ihrem Rahmenprogramm, zum Beispiel Autogrammstunden mit den Stars der jeweiligen Mannschaft, Glücksraddrehen oder Torwandschiessen. Insgesamt sind in den vier Family Corner rund 3400 Plätze reserviert. Diese stehen allen Besuchern und Besucherinnen mit mindestens einem Kind offen. Eine Versicherung bei der CSS ist nicht notwendig.

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